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H.P. Lovecrafts Cthulhu - Katzulhu
Publisher: Pegasus Press
by Customer Name Withheld [Verified Purchaser]
Date Added: 03/19/2014 04:21:13
Zehn Jahre und damit stolze 21 Ausgaben lang versorgte das offizielle Magazin „Cthuloide Welten“ die „Cthulhu“-Spielerschaft mit zahlreichem Spielmaterial. In den frühesten Ausgaben fand sich auch Material, um das cthuloide Rollenspiel mit Katzen zu ermöglichen. Diese Regeln und Szenarien wurden später dem streng limitierten Traumlandeband noch einmal beigelegt, bevor sie nun endlich als PDF wieder verfügbar gemacht werden. Hat sich das Warten gelohnt?

Die 42-seitige Publikation wird von einer Einleitung eröffnet, die die Stellung von Katzen in Lovecrafts Leben und in seinen Werken kurz thematisiert. Lovecraft hatte nicht nur selbst eine Katze, sie nehmen auch – insbesondere in seinen Traumlandegeschichten – einen hohen Stellenwert ein, ja, sind dem Menschen ebenbürtig. Dann aber geht es direkt ans Eingemachte: Es folgen zahlreiche Vorschläge, wie Katzen zu „Cthulhu“-Charakteren werden können. Die Regeländerungen sind dabei ebenso subtil wie durchdacht: Nicht nur sind die körperlichen und geistigen Eigenschaften von Katzencharakteren deutlich unterschiedlich gegenüber ihren menschlichen Pendants, auch der Wert für geistige Stabilität wird durch den Wert „Tierhaftigkeit“ ersetzt, dessen Auswirkungen sich ein wenig von den klassischen geistigen Umnachtungen unterscheidet.

Es folgt eine umfangreiche Überarbeitung der Fertigkeitenlisten – was macht Sinn für eine Katze, was nicht? Die normalerweise zur Verfügung stehenden Berufe sind durch verschiedene Katzenrassen ersetzt worden. Gleich zehn verschiedene Rassen werden vorgestellt, einige von ihnen erhalten auch gleich regelwirksame Modifikationen. Abgerundet wird der Regelteil dann mit Hinweisen, wie man Katzen darstellen kann, einer leichten Sonderregel für die sprichwörtlichen neun Leben einer Katze und Abenteuervorschlägen.

Es schließen sich zwei Szenarien an, die den doch recht ungewöhnlichen Hintergrund gleich spielbar machen sollen. Das erste Szenario, „Die Spur der schwarzen Katzen“, ist in den 1920ern angesiedelt, spielt mit den typischen, aus Katzenkrimis wie Felidae bekannten Klischees und verbindet sie gekonnt mit dem Mythos: Eine geheimnisvolle Mordserie an Katzen erschüttert die Nachbarschaft. Auf den Spuren nach den Hintergründen kommen die Charaktere einem wahnsinnigen Kultisten und seinem wenig niedlichen Haustier auf die Spur … Das Szenario ist nahezu „typisch“ cthuloid, mit einem umfangreichen Rechercheteil, interessanten NSC und einem grandiosen Finale – aber eben alles eine Nummer kleiner, um den vierpfötigen Charakteren gerecht zu werden.

Das zweite Szenario, „Der Fluch des Rattenwesen“, ist in der Jetztzeit angesiedelt und geht mit einer gehörigen Portion schwarzem Humor an die Thematik heran. Die Herrchen der Charaktere werden entführt – können die Katzen ihre „Dosenöffner“ vor den finsteren Machenschaften retten, in die sie verstrickt sind? Beide Szenarien eignen sich hervorragend als Einstieg in die katzulhoide Thematik, haben jedoch Schwächen, als Auftakt einer Kampagne dienen zu können.

Für die Wiederveröffentlichung wurde das Layout der alten „Cthuloide Welten“-Artikel überarbeitet und passt optisch nun zu den übrigen PDF-Veröffentlichungen. Das Dokument ist wirklich reichlich bebildert, die Seiten wie die eines altertümlichen Folianten aufgemacht. Die verwendeten Bilder sind stimmungsvoll und von guter Qualität. Zahlreiche Karten erleichtern dem Spielleiter das Leben. Für das Layout gibt es damit eine gute Note.

Der einzige Wermutstropfen, der bleibt: „Katzulhu“ weiß selbst nicht recht, ob es Fisch oder Fleisch ist. Ist es eine humoristische Persiflage auf das cthuloide Rollenspiel, wie es „Der Fluch des Rattenwesens“ vormacht? Oder ist es doch eine ernst gemeinte Alternative, die zu einer außergewöhnlichen Kampagne anregen soll? Ganz klar wird das bei der Lektüre nicht, und so muss wohl ein jeder Leser selbst entscheiden, was er aus dem vorliegenden Material herauspicken will.

Fazit: Liebevoll durchdachte Regeländerungen und zwei Szenarien mit sehr unterschiedlichen Ansätzen und Stärken, das Ganze in grandiosem Layout und spielleiterfreundlich aufbereitet. Wer einmal auf vier Pfoten Cthulhus Spuren folgen möchte, die Fremdartigkeit der Charaktere nicht scheut und überhaupt Katzenfreund ist – der wird hier mehr als fündig und findet alles Nötige.

Rating:
[4 of 5 Stars!]
H.P. Lovecrafts Cthulhu - Katzulhu
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H.P. Lovecrafts Cthulhu - Goldene Hände
Publisher: Pegasus Press
by Customer Name Withheld [Verified Purchaser]
Date Added: 03/19/2014 04:20:20
Bereits seit einiger Zeit veröffentlicht Pegasus im Rahmen des „Cthuloide Welten Archiv“ ausgewählte Artikel aus dem seligen „Cthulhu“-Hausmagazin „Cthuloide Welten“ als PDF. In insgesamt 21 Ausgaben haben sich auch viele lesenswerte Artikel angesammelt, die auf diesem Wege der Spielerschaft wieder zugänglich gemacht werden sollen. „Die Goldenen Hände Suc’Naaths und andere Abenteuer“ versammelt dabei drei Szenarien unterschiedlicher Couleur.

Insgesamt drei Abenteuer aus längst vergriffenen „Cthuloide Welten“-Ausgaben enthält der vorliegende Abenteuerband. Das erste Szenario, das titelgebende „Die Goldenen Hände Suc’Naaths“ von Peter Schott bedient sich dabei nicht einer, sondern gleich vielen interessanten Ideen: im Rahmen der Eröffnung einer Museumsausstellung wird die Gruppe mit übernatürlichen Phänomenen konfrontiert. In den nächsten Tagen geben sich Besucher mit unterschiedlichsten Absichten bei den Charakteren die Klinke in die Hand – und einer von Ihnen spielt eine ganz besondere Rolle… Das Szenario lebt von einer vom Autoren großartig gewählten Symbolik. Darüber hinaus ist es sehr frei angelegt und funktioniert in verschiedenen Abläufen hervorragend. Einziger Wermutstropfen: einem Spieler – beziehungsweise seinem Charakter – wird fremdbestimmt eine Rolle in diesem Szenario aufgedrückt, die ihn nicht unbedingt glücklich machen wird. Wen dies nicht stört, der erhält ein solides, spannendes Abenteuer.

Als zweites Szenario folgt „Soweit die Träume tragen“ von Sixt Wetzler. Das gesamte Szenario unterscheidet sich im Aufbau deutlich von den üblichen cthuloiden Szenarien. Denn auch wenn manchmal bemängelt wird, „Cthulhu“-Szenarien enthielten zuviel Prosa, so sind die handelsüblichen Szenarien im Vergleich zu diesem enorm spielleiterfreundlich: „Soweit die Träume tragen“ wird nahezu komplett als erzählte Geschichte vorgelegt. Es führt die Charaktere in die Traumlande und darüber hinaus, ist märchenhaft, malerisch schön und erschreckend grausam zugleich und sprudelt über vor Kreativität. Wer wenig Probleme mit einem Plot auf Schienensträngen hat erhält hier eine wundersame, wenn auch nicht ganz kanongetreue, Reise in die Traumlande.

Das dritte Szenario, „Staub zu Staub“, stammt vom amerikanischen Autoren Kevin Ross. Es spielt in Lovecraft Country, hier aber nicht in einer der berühmten Städte Arkham, Innsmouth, Kingsport oder Dunwich sondern in dem verschlafenen Küstennest Martins Beach; entsprechend fand es nicht seinen Weg in die Lovecraft-Country-Bände des Pegasus-Verlags und wurde in der „Cthuloiden Welten“ veröffentlicht. Es führt die Charaktere auf der Suche nach einem verschwundenen Leichnam auf die Spuren der H. P. Lovecraft-Geschichte „Herbert West: Reanimator“ und damit zu einem Haufen wandelnder Leichname und tiefen, menschlichen Abgründen. Ein offen angelegtes, auf Schockeffekte ausgelegtes Szenario, dass mir bei der Lektüre sehr gut gefallen hat.

Wie auch bei den vorhergegangenen „Cthuloide Welten Archiv“-PDFs wurde für die Wiederveröffentlichung das Material dezent überarbeitet. Der Aufbau einiger Szenarien wurde leicht verändert und auch eine neue Bebilderung wurde vorgenommen. Einige Handouts wurden neu aufgesetzt, manche sogar dank dem neuen Medium PDF auch in Farbe. Das gesamte Layout wurde an das bekannte Layout der 3. Edition angepasst. Die Seiten wirken wie ein altertümlicher Foliant, die Bebilderung ist reichhaltig. Insbesondere die von Ralph Kretschmann stammenden Illustrationen des Traumlandeabenteuers versprühen eine faszinierend-märchenhafte Atmosphäre. Die reiche Bebilderung in guter Qualität und die – wie üblich – optisch hervorragenden Handouts führen damit beim Layout zu einer guten Note.

Fazit: Ein wenig hin- und hergerissen fühle ich mich schon: alle drei Abenteuer sprühen vor Kreativität. Sie sind abwechslungsreich und bieten Horror auf angenehm hohen Niveau. Insbesondere die ersten beiden Szenarien sind allerdings nicht für jede Spielgruppe geeignet – wer „Bahnfahrten“ am Plotstrang entlang vermeiden möchte oder ein Problem damit hat, einem Spieler seiner Gruppe streckenweise die Hoheit über seinen Charakter zu nehmen, der sollte von diesem Sammelband die Finger lassen. Alle anderen erhalten gewohnt gute, cthuloide Unterhaltung.

Rating:
[4 of 5 Stars!]
H.P. Lovecrafts Cthulhu - Goldene Hände
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H.P. Lovecrafts Cthulhu - Abwärts - Now
Publisher: Pegasus Press
by Customer Name Withheld [Verified Purchaser]
Date Added: 03/19/2014 03:58:44
Insgesamt drei Szenarien aus längst vergriffenen „Cthuloide Welten“-Ausgaben enthält der vorliegende Abenteuerband. Daneben sind außerdem zwei sehr unterschiedliche Hintergrundartikel enthalten.

Das erste Szenario, das titelgebende „Abwärts“ von Peer Kröger, ist als One-Shot mit vorgefertigten Charakteren angelegt. Es spielt im New York unserer Gegenwart und bringt eine sehr inhomogene Gruppe verschiedener Charaktere in einer beengten Situation zusammen: einem Fahrstuhl. „Abwärts“ lässt sich in Echtzeit spielen – jede verstrichene Minute in der realen Welt entspricht einer Minute in der Spielwelt. Das, die bedrückende Atmosphäre, viele interessante Vorschläge für den Spielleiter, tolle Spielercharaktere und nicht zuletzt ein furioser Showdown machen „Abwärts“ zu einer echten Perle unter den „Now“-Abenteuern.

Als zweites Szenario wird „Judas Prokaryot“ von Stefan Droste angeboten. Eine der fast schon üblichen Grippe-Epidemien überrollt eine Stadt. Doch in diesem Jahr ist alles anders und der Krankheitsverlauf ist unglaublich rasch und immer tödlich. Panik breitet sich aus – der Hintergrund, vor dem die Charaktere nach der Ursache der Epidemie forschen müssen … „Judas Prokaryot“ ist nichts für schwache Nerven und bietet neben allen Auswüchsen, die bekannte Epidemiestreifen wie „Outbreak“ hervorbrachten, noch einen wesentlich cthuloideren Horror. Mir persönlich ist das eine Spur zu viel – das ändert aber nichts an der Qualität des Szenarios.

Das dritte Szenario, „Projekt Pi“ von Peer Kröger, bringt wieder vorgefertigte Charaktere mit. Diesmal dürfen die Spieler in die Rollen stahlharter Navy SEALs schlüpfen – die Besten der Besten der Besten. Im Rahmen einer Aufklärungsmission entdecken sie ein verlassenes Schiff, stoßen auf Spuren verbotener Experimente und treten schließlich eine verhängnisvolle Reise unter das Meer an … „Cthulhu“ einmal anders: Hier steht nicht die Recherche und die Furcht vor dem Unbekannten im Vordergrund. Vielmehr dürfen die Charaktere endlich einmal schwere Waffen ins Gefecht führen und dem einen oder anderen Mythosgegner ordentlich einheizen. Vielleicht nichts für Jedermann; wer aber mal eine Abwechslung zu den üblichen Szenarien sucht, wird sicher fündig.

Das Handy der Spielercharaktere nimmt den meisten Szenarien einen entscheidenden Horrorfaktor: die Isolation. Der erste Hintergrundartikel, „Falsch verbunden“, liefert zahlreiche Vorschläge zu diesem altbekannten „Now“-Problem. Hier werden verschiedenste Methoden beleuchtet, um den Spielern den raschen Griff zum Telefon madig zu machen – ein Artikel, den ich als kreativ und hilfreich bewerten möchte. „Resolution Zero“, der zweite Hintergrundartikel schließlich beschäftigt sich mit den bekannten „Bergen des Wahnsinns“ in der Gegenwart: Er liefert einen optionalen Erklärungsansatz, warum die Öffentlichkeit in der heutigen Zeit nichts von den Bergen des Wahnsinns weiß. Viele interessante NSC, einige gute Szenarienaufhänger und nicht zuletzt eine der bekanntesten Locations aus dem „Cthulhu“-Universum verschaffen auch diesem Artikel eine gute Note.

Wie auch bei den vorhergegangenen „Cthulhoide Welten Archiv“-PDFs wurde für die Wiederveröffentlichung das Material dezent überarbeitet. Einige Handouts wurden neu aufgesetzt, außerdem wurden – wo nötig – Errata vorgenommen. Erfreulicherweise wurde das Layout im „Now“-typischen Schwarz-Weiß mit den bekannten Zeichnungen gehalten, sodass sich das PDF optisch von den übrigen Veröffentlichungen abhebt. Die reiche Bebilderung in guter Qualität und die – wie üblich – optisch hervorragenden Handouts führen auch beim Layout zu einer guten Note.

Fazit: Schon das Szenario „Abwärts“ alleine ist eine echte Perle unter den in der „Cthuloide Welten“ veröffentlichten Abenteuern. Flankiert von den beiden tollen Szenarien „Judas Prokaryot“ und „Projekt Pi“, die unterschiedlicher nicht sein könnten, sowie einigen brauchbaren Hintergrundartikeln, kann man mit dem Kauf dieses PDFs sicher nichts falsch machen. Vorausgesetzt natürlich, man ist auf der Suche nach weiterem Material für „Cthulhu Now“, denn auf die anderen Settings konvertierbar sind die Szenarien kaum.

Rating:
[5 of 5 Stars!]
H.P. Lovecrafts Cthulhu - Abwärts - Now
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H.P. Lovecrafts Cthulhu - Regionalia Cthuliana - Deutsche Städte
Publisher: Pegasus Press
by Customer Name Withheld [Verified Purchaser]
Date Added: 08/03/2013 14:41:47
In dem vorliegenden PDF werden insgesamt fünf deutsche Städte vorgestellt: Hamburg, Köln, Düsseldorf, Heidelberg und Nürnberg. Ein schöner Querschnitt durch das Land, der viel zu bieten hat. Ist auch der Aufbau jeder Stadtbeschreibung etwas anders, so erfährt man doch ungefähr immer die gleichen wichtigen Informationen: von der Geschichte der Stadt über Beschreibungen der Stadtviertel bis hin zur aktuellen politischen Lage in den 1920ern. Berühmte und bekannte Persönlichkeiten werden vorgestellt, und ein Rundgang entlang der wichtigsten Sehenswürdigkeiten ist natürlich auch mit dabei.

Dabei wird es natürlich nicht versäumt, Spuren des Mythos nachzugehen. Vergangene Katastrophen werden in einen neuen Kontext gesetzt oder Sagen und Legenden uminterpretiert. Auch sind die Texte durchzogen von zahlreichen Szenarien-Vorschlägen, die sich als direkte Aufhänger für spannende Spielabende nutzen lassen. In meinen Augen die perfekte Mischung aus Information und Spielbarkeit.

Das Dokument ist wirklich reichlich bebildert, die Seiten wie die eines altertümlichen Folianten aufgemacht. Bei jeder Stadt wurde an verschiedene historische Karten gedacht. Leider wird durch die zahlreichen Schnörkel und den grauen Hintergrund die Schrift manchmal etwas unleserlich. Insgesamt möchte ich das Layout aber als ansprechend und hübsch bewerten. Das elektronische Inhaltsverzeichnis ist ausführlich und hilft beim Finden gewünschter Information; einzig die Dateigröße ist mit über 100 MB mal wieder sehr üppig ausgefallen.

Fazit: Das Dokument ist liebevoll aufbereitet und unglaublich umfangreich. Wer schon einmal Informationen über eine bestimmte Stadt aus den 1920ern gesucht hat der weiß, wie wertvoll es ist, dass jemand bereits diese Recherchearbeit unternommen hat. Als Ergänzung zum cthuloiden Deutschlandband unbedingt empfehlenswert.

Rating:
[5 of 5 Stars!]
H.P. Lovecrafts Cthulhu - Regionalia Cthuliana - Deutsche Städte
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H.P. Lovecrafts Cthulhu - Regionalia Cthuliana - Deutsche Regionen
Publisher: Pegasus Press
by Customer Name Withheld [Verified Purchaser]
Date Added: 08/03/2013 14:40:33
In dem vorliegenden PDF werden insgesamt vier deutsche Regionen näher vorgestellt: die sächsische Schweiz und Dresden, der Harz, die Eifel sowie die Lüneburger Heide. Ein schöner Querschnitt durch das Land, der viel zu bieten hat. Ist auch der Aufbau jeder Regionsbeschreibung etwas anders, so erfährt man doch ungefähr immer die gleichen wichtigen Informationen: von der Geschichte der Region über Beschreibungen der wichtigsten Städte bis hin zur aktuellen politischen Lage in den 1920ern. Berühmte und bekannte Persönlichkeiten werden vorgestellt, und ein Rundgang entlang der wichtigsten Sehenswürdigkeiten ist natürlich auch mit dabei. Wanderwege werden ebenso beschrieben wie Feste und Feiern der Region.

Dabei wird es natürlich nicht versäumt, Spuren des Mythos nachzugehen. Vergangene Katastrophen werden in einen neuen Kontext gesetzt oder Sagen und Legenden uminterpretiert. Insbesondere die Sagenwelten der verschiedenen Regionen bieten viele cthuloide Ansatzpunkte. Auch sind die Texte durchzogen von zahlreichen Szenarien-Vorschlägen, die sich als direkte Aufhänger für spannende Spielabende nutzen lassen. In meinen Augen die perfekte Mischung aus Information und Spielbarkeit.

Außerdem sind noch zwei besondere Schmankerl mit dabei: auf der einen Seite ist das fertig ausgearbeitete Szenario „Die Prophezeiung“ zu nennen, das in Dresden angesiedelt ist. Die Charaktere werden von einem alten Bekannten nach Dresden eingeladen, wo sich bald ein perfides Intrigenspiel entspinnt. Es wird bis zum Finale dauern, bis endlich Opfer und Täter klar ersichtlich sind. Auch wenn das Szenario recht kurz ist, bietet es einige schöne Szenen und eine Handlung mit Wendungen und Fallstricken. Auf der anderen Seite ist mit „Die Esoterische Bruderschaft der Schwarzen Mutter in der Heide“ eine komplette Kultbeschreibung enthalten, die in der Lüneburger Heide angesiedelt ist. Der Kult wird dabei ausführlich vorgestellt: von der Geschichte über spannende NSC bis zu alten Artefakten bieten sich einige Ansatzpunkte für Spielleiter.

Das Dokument ist wirklich reichlich bebildert, die Seiten wie die eines altertümlichen Folianten aufgemacht. Bei jeder Region wurde an verschiedene historische Karten gedacht. Leider wird durch die zahlreichen Schnörkel und den grauen Hintergrund die Schrift manchmal etwas unleserlich. Insgesamt möchte ich das Layout aber als ansprechend und hübsch bewerten. Das elektronische Inhaltsverzeichnis ist ausführlich und hilft beim Finden gewünschter Information; einzig die Dateigröße ist mit über 100 MB – mal wieder – riesig.

Fazit: Das Dokument ist liebevoll aufbereitet und sehr umfangreich. Als Ergänzung zum cthuloiden Deutschlandband unbedingt empfehlenswert.

Rating:
[5 of 5 Stars!]
H.P. Lovecrafts Cthulhu - Regionalia Cthuliana - Deutsche Regionen
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H.P. Lovecrafts Cthulhu - Regionalia Cthuliana - Mexiko
Publisher: Pegasus Press
by Customer Name Withheld [Verified Purchaser]
Date Added: 08/03/2013 14:38:56
Das vorliegende Material hat eine recht wechselhafte Geschichte hinter sich. Ursprünglich war es für einen Quellenband mit dem Thema Mexiko erstellt worden, der jedoch nicht weiter verfolgt wurde. Veröffentlicht wurde es dann letztendlich erstmals in dem – leider eingestellten – Pegasus-Hausmagazin „Cthuloide Welten“, das 21 Ausgaben lang die Spielerschaft mit zahlreichem Spielmaterial versorgte. Da das Magazin längst vergriffen ist, werden nun ausgewählte Inhalte als „Cthuloide-Welten-Archiv“ in Form von PDF-Veröffentlichungen zugänglich gemacht. So erhält das Material über Mexiko schlussendlich doch eine eigene Veröffentlichung.

„Mexiko“ beginnt mit einem ausführlichen Regionalia-Teil. Beschrieben werden Land und Leute, wichtige Städte, die alten Kulturen der Mayas, Azteken und anderer präkolumbianischer Hochkulturen und einige Ruinen alter Tempelstädte. Das Material ist dabei sehr detailverliebt und umfassend recherchiert; über den Stand des Schul- und Medizinwesens wird ebenso informiert wie über die bewegte Geschichte des Landes bis in die 1920er hinein. Der Quellenteil ist gut geschrieben und gegliedert. Leider mangelt es dem gesamten Quellenteil an spielbereiten Szenarien-Vorschlägen. Hin und wieder finden sich vage Hinweise auf Mythos-Aktivitäten in Mexiko, in Summe ist es aber zu wenig, um es einem Spielleiter zu erlauben, eine cthuloide Kampagne in Mexiko zu starten.

Abhilfe soll hier das mitgelieferte Szenario „Bittere Wasser“ schaffen. Hier treffen die Charaktere auf einen Unbekannten, der ihnen einen Koffer in die Hand drückt, bevor er von Soldaten festgenommen wird. Auf der Suche nach dem Adressaten des Koffers müssen die Charaktere sich nicht nur um einen Haufen Maya-Arbeiter kümmern, sie werden auch schreckliche Nächte durchleben und stoßen auf ein uraltes Übel aus vergangenen Jahrhunderten… Dem Szenario ist eine Handlungsübersicht vorangestellt, alle Spielwerte finden sich spielbereit im Anhang: diese Gliederung ist bekannt und bewährt. Es ist gut geschrieben, und hat einige starke Szenen, geizt aber ein wenig mit Grusel- und Horror-Elementen.

Das Dokument ist wirklich reich bebildert, die Seiten wie die eines altertümlichen Folianten aufgemacht.

Fazit: „Regionalia Cthuliana – Mexiko“ lässt mich ein wenig unbefriedigt zurück. Das enthaltene Szenario weiß durchaus zu gefallen, der Quellenteil ist umfangreich. Es fehlt mir aber in Summe Spielmaterial. Hier kommt noch eine Menge Eigenarbeit auf den Spielleiter zu, will er Spannendes präsentieren. Wer ohnehin plant, seine Gruppe demnächst durch das mexikanische Hochland zu scheuchen, kann aber bedenkenlos zugreifen um den Aufenthalt realistischer gestalten zu können.

Rating:
[4 of 5 Stars!]
H.P. Lovecrafts Cthulhu - Regionalia Cthuliana - Mexiko
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H.P. Lovecrafts Cthulhu - Todbringende Artefakte
Publisher: Pegasus Press
by Customer Name Withheld [Verified Purchaser]
Date Added: 04/17/2013 00:19:41
Kaum ein Landstrich auf dieser Erde scheint derart eng mit dem Cthulhu-Mythos verbandelt zu sein wie Ägypten. In den Pyramiden lauern unvorstellbare Schrecken längst vergangener Zeiten und selbst der Götterbote Nyarlathotep wandelte hier unter den Menschen. Mit dem Ägyptenband wurde ein Schauplatz für zahlreiche Szenarien geschaffen, der mit „Todbringende Artefakte“ erstmals bedient wird. Die drei Abenteuer eint dabei, dass sie sich alle um uralte Relikte drehen, die Wahnsinn, Tod und Verderben über die Menschheit bringen können.

Das erste Szenario, „In dunklen Spiegeln“ von Alexander Simm, nimmt die ersten 24 Seiten des insgesamt 108 Seiten schweren PDFs in Anspruch. Die Charaktere folgen der Einladung eines alten Bekannten, der an Bord eines Nildampfers die Enthüllung seiner neuesten Fundstücke plant. An Bord überschlagen sich rasch die Ereignisse und eine Leiche taucht auf. Auf den Spuren nach den Hintergründen widerfahren den Charakteren unheimliche Dinge, die schließlich in einem fulminanten Finale gipfeln sollen. Eigentlich ist das Szenario pures Railroading, wendet aber einen interessanten und sehr geschickten Kniff an, der den Spielern völlige Handlungsfreiheit vorgaukelt und dem Spielleiter die Möglichkeit gibt, sie dennoch an einem roten Faden durch das Szenario zu führen. Eine interessante Grundidee und spannende Nichtspielercharaktere führen zu einer guten Zwischennote.

Als nächstes folgt, ebenfalls 24 Seiten stark, „Die Gestalten des Re“ von Robert Simon. Das Szenario beginnt in Berlin, wo die Charaktere vom Ägyptischen Museum den Auftrag erhalten, auf den Spuren einer gestohlenen Statue nach Ägypten zu reisen. Hier werden die Charaktere bald mit der gerade grassierenden Pest konfrontiert und stoßen auf die Umtriebe verschiedener Fraktionen, auf deren Spuren sie auf eine Ausgrabungsstelle stoßen. Hier treffen alle Beteiligten in einer finalen Konfrontation aufeinander. Das Szenario ist ein typisches Recherche-Szenario, besticht aber mit vielen schillernden Nichtspielercharakteren und einem beinharten Finale. Außerdem ist es für die Spielgruppe sicher bis zum Schluss schwierig herauszufinden, wer denn nun eigentlich die „Bösen“ sind. Ein spannendes und gelungenes Szenario.

Mit „Der Fluch der Wüste“ von Stefan Tomaschitz wird der vorliegende Band auf 41 Seiten abgeschlossen. Die Charaktere werden während einer Reise in einem Luxus-Zug zwischen Kairo und Luxor in einen Mordfall verwickelt. Auf der Spur nach den Hintergründen der Tat stoßen sie auf ein Jahrzehnte zurückliegendes Ereignis. Doch die Vergangenheit ruht nicht und schon bald geraten die Charaktere in eine Verschwörung, die nichts weniger als die Beschwörung eines Großen Alten zum Ziel hat. Das Abenteuer beginnt recht eng geführt an Bord des Zuges, kann hier jedoch mit gut aufbereiteter Kriminalistik und interessanten NSC punkten. Später gestaltet sich die Handlung dann wesentlich freier; dafür steigt natürlich der Verwaltungsaufwand für den Spielleiter. Leider driftet der Plot in diesem zweiten Teil auch ein wenig in Richtung „Kult der Woche“ ab. Ein solides Szenario mit interessanten Szenen und guter Aufbereitung.

Wie für „Cthulhu“-Publikationen üblich, wurde den Szenarien eine kurze Handlungsübersicht vorangestellt, während alle spielrelevanten Daten und Handouts in Anhängen zusammengefasst sind. Dieses Muster ist bewährt und bietet dem Spielleiter gute Arbeitsbedingungen bei der Vorbereitung und Leitung der Szenarien. Die grafische Aufmachung entspricht – wenig überraschend – dem aktuellen Design der Printpublikationen und ist damit sehr schön ausgefallen. Das gesamte Layout erinnert an einen alten Folianten, die Bebilderung mit zeitgerechten Photographien ist umfangreich und passend ausgefallen. Auch wurde größtenteils auf verschnörkelte Hintergrundmotive verzichtet, was die Lesbarkeit deutlich erhöht. Die Handouts sind – wie für „Cthulhu“-Publikationen fast schon zu erwarten – sehr schön gestaltet, dank dem Medium PDF auch teilweise in Farbe. Auch die abgebildeten Karten wissen zu gefallen. Einziger Kritikpunkt ist an dieser Stelle die enorme Größe des PDFs; mit über 100 MB ist die Datei sehr schwergewichtig geworden.

Fazit: Eine wirklich gelungene Sammlung cthuloider Szenarien auf ägyptischem Boden. Viele frische Ideen, tolle Nichtspielercharaktere und interessante Schauplätze laden zum Spielen ein. Auch das Preis-Leistungs-Verhältnis ist völlig in Ordnung. Wer plant, seine Spielgruppe nach Ägypten zu entführen, kann hier bedenkenlos zugreifen.

Rating:
[4 of 5 Stars!]
H.P. Lovecrafts Cthulhu - Todbringende Artefakte
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H.P. Lovecrafts Cthulhu - Der Sänger von Dhol und andere Abenteuer
Publisher: Pegasus Press
by Customer Name Withheld [Verified Purchaser]
Date Added: 04/11/2013 16:06:31
Insgesamt drei Szenarien aus längst vergriffenen Cthuloiden Welten-Ausgaben enthält der vorliegende Abenteuerband. Dabei wurden tatsächlich zunächst Szenarien ausgewählt, die aus wirklich lange vergriffenen Ausgaben stammen. Auch wurde auf eine bunte Mischung geachtet – enthalten sind der titelgebende One Shot, ein pulpig angehauchtes Szenario für die 1920er sowie ein Abenteuer für Cthulhu Now.

Das erste Szenario, „Der Sänger von Dhol“ von Florian Hardt, ist als One Shot mit vorgefertigten Charakteren angelegt. Es spielt auf der Nordseeinsel Pellworm und die Spieler übernehmen die Rollen von verschiedenen Mitgliedern der Familie Goulsen. Unheimliche Morde überschatten die idyllische Insel. Was wie eine rätselhafte Kriminalgeschichte beginnt, nimmt rasch unheimliche Züge an und gipfelt in einem schonungslosen Finale. Nicht nur die Konstellation der Charaktere untereinander ist interessant und verspricht ein intensives Rollenspielerlebnis; auch ihre Rolle in der Geschichte ist mehr als ungewöhnlich. Eine spielfreudige und erfahrene Gruppe vorausgesetzt, erhält man mit „Der Sänger von Dhol“ ein großartiges Szenario, dass zu fesseln weiß.

Als zweites folgt „Nickelnkulk“ von Steffen Schütte. Nicht nur der Name ist ungewöhnlich, auch die Inspirationsquelle des Autors sieht auf den ersten Blick wenig cthuloid aus: das Szenario basiert nämlich in groben Zügen auf der „Mit Schirm, Charme und Melone“-Episode „Afrikanischer Sommer“. Allerdings wurde die Handlung genug verbogen, um dem cthuloiden Horror Einzug zu gewähren. Vor den Toren Braunschweigs wird ein junger Mann im Tropenanzug von schwarzen afrikanischen Jägern fast zu Tode gehetzt. Die Charaktere erleiden bei der wilden Verfolgungsjagd einen Autounfall und werden in ein Netz aus Intrigen und Lügen gezogen, dass sie schließlich bis nach „Klein-Kamerun“ führen wird – „Oh, wie nah ist Afrika“ verheißt die passende Kapitelüberschrift. Ein ungewöhnliches Szenario mit vielen frischen Ideen.

Das dritte Szenario, „super8“ von Andreas Melhorn, ist schließlich für das Spiel in der Gegenwart konzipiert. Es führt die Charaktere in die Welt der Snuff-Filme, eine urbane Legende. Diese verstörenden Videos sollen echte Morde für die zahlende Klientel bereithalten – doch das Video, dem die Charaktere in diesem Szenario nachjagen, enthält noch eine viel grausamere Botschaft und ruft schlussendlich sogar einen der Großen Alten auf den Plan. „super8“ polarisiert und ist sicherlich nicht jedermanns Sache. Doch wer eine hartgesottene Gruppe hat erhält auch hier ein denkwürdiges Szenario, dass gerade durch seine drastischen Szenen besticht.

Für die Wiederveröffentlichung wurden alle Szenarien dezent überarbeitet. Einige Handouts wurden neu aufgesetzt und das gesamte Design wurde an die letzten PDF-Veröffentlichungen – und damit dem Stil der 3. Edition – angepasst. Außerdem wurden – wo nötig – Errata vorgenommen. Die reiche Bebilderung und die – wie üblich – optisch hervorragenden Handouts führen auch beim Layout zu einer guten Note.

Fazit: Alle drei Szenarien sind von hervorragender Qualität, auch wenn sie einige Anforderungen an Spielleiter und Spieler stellen. Wer sich darauf einlassen kann, der macht mit diesem Sammelband sicherlich nichts falsch. Doch auch als Ideenfundgrube mag diese PDF herhalten und nicht zuletzt das in den Szenarien enthaltene Quellenmaterial lohnt sich. Wer die alten Ausgaben der Cthuloiden Welten besitzt, braucht diese PDF freilich nicht; alle anderen können sich darüber freuen, dass diese hervorragenden Szenarien wieder verfügbar sind.

Rating:
[5 of 5 Stars!]
H.P. Lovecrafts Cthulhu - Der Sänger von Dhol und andere Abenteuer
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H.P. Lovecrafts Cthulhu - Ägypten – Altes Land der Pharaonen
Publisher: Pegasus Press
by Customer Name Withheld [Verified Purchaser]
Date Added: 03/25/2013 00:30:13
Insgesamt 356 Seiten schwer ist die eigentliche PDF-Datei. Das verspricht eine Menge Material, und ein Blick in das Inhaltsverzeichnis enttäuscht die Erwartungen auch nicht. Der Band beginnt mit einem ausreichend umfangreichen Geschichtsabriss. Eine mehrere tausend Jahre währende Geschichte detailliert wiederzugeben würde den Rahmen eines jeden Rollenspielbandes sprengen. Doch die gegebenen Informationen sind ausreichend genug, um jedem Spielleiter eine Vorstellung von den verschiedenen Dynastien und ihrer Regierungszeit zu geben.

Es schließt sich ein umfangreicher Überblick über das Land am Nil an. Dabei werden Land und Leute, bedeutende Städte und natürlich der Nil ausführlich beschrieben. Insbesondere die Beschreibung der Landeshauptstadt Kairo ist sehr detailverliebt. Ein Überblick über die ägyptische Gesellschaft und interessante Nichtspielercharaktere runden diese Kapitel ab. Praktische Informationen wie zum Beispiel das Reisen in Ägypten fehlen hier ebenso wenig wie ein Überblick über die einheimische Flora und Fauna.

Die nächsten, umfangreichen Kapitel widmen sich dann den unheimlicheren Aspekten des Landes. Zahlreiche Pyramiden und Tempel werden beschrieben, der Totenglaube der alten Ägypter erhält ein eigenes Kapitel und auch der Götterpantheon wird ausführlich vorgestellt. Wiederum ein eigener Abschnitt beschäftigt sich dann mit dem Mythos in Ägypten und klärt zahlreiche Hintergründe auf und wirft neue Fragen auf. Praktische Kapitel wie das für Spieler interessante „Berufe in Ägypten“ und das für den Spielleiter wertvolle Baukasten-System für Grabstätten runden diesen Teil des Bandes angenehm ab. Insbesondere das Baukasten-System ist interessant, liefert es doch unkompliziert eine rasche Möglichkeit, authentische Grabsysteme zu schaffen. Ein umfangreicher Index am Ende des Buches rundet den guten Gesamteindruck ab.

In jedem Kapitel finden sich dabei Abenteuervorschläge und weiterführende Informationen zu Mythosaktivitäten in Ägypten. So wird der Quellenteil zu einer wahren Fundgrube für einen Spielleiter, der eine Kampagne in ägyptischen Landen plant. Hierbei werden verschiedenste Ideen aufgegriffen und vorgestellt – so muss man auch in Ägypten nicht immer Nyarlathotep und seinen Schergen in die Quere kommen. Alleine durch die hohe Anzahl der verschiedenen Vorschläge sind auch viele gute dabei.

Die nächsten 80 Seiten nehmen dann zwei komplett ausgearbeitete Szenarien in Anspruch. Beide Szenarien sind nach dem für Cthulhu-Publikationen üblichen Schema aufgebaut: einem kurzen Überblick über das Geschehen folgt das eigentliche Szenario; Spielwerte und Handouts werden jeweils in einem separaten Anhang zusammengefasst. Diese Herangehensweise ist bewährt und erprobt und erleichtert das Vorbereiten und Leiten der Szenarien.

„Ankh Dschet – Ewiges Leben“ setzt bei einem Spielercharakter eine unheilbare Krankheit voraus. Auf der Suche nach der richtigen Medizin stürzen er und seine Kameraden sich in die ägyptischen Bazare. Hier werden sie auch recht bald fündig, doch auch wenn die Medizin scheinbar die gewünschte Wirkung bringt, ruft sie doch unversehens feindliche Parteien auf den Plan, die der Gruppe in der Folgezeit zusetzen. Es werden ungewöhnliche Entscheidungen zu treffen sein, um aus diesem Konflikt als Sieger hervorzugehen… Das Abenteuer ist sicherlich nicht für jedermann geeignet. Der Einstieg in das Szenario wirkt sehr gezwungen und auch der Handlungsverlauf wirkt, als hätte der Autor eigentlich eine gute Geschichte zu erzählen. Zwar werden alternative Handlungsverläufe kurz angerissen, doch ist das Szenario nicht wirklich auf diese Alternativen ausgelegt. Wer sich darauf einlassen kann und bereit ist, Arbeit in das Szenario zu investieren, erhält aber eine sehr schöne Rahmenhandlung für einen Besuch in Kairo.

Das zweite Szenario, „Untot auf dem Nil“, lehnt sich an die berühmte Kriminalgeschichte „Der Tod auf dem Nil“ von Agatha Christie an. Die Charaktere nehmen an einer Schifffahrt den Nil herunter teil. Hier können sie nicht nur ihrem detektivischen Spürsinn im Laufe der Fahrt freien Lauf lassen, sonder sehen sich im Verlaufe des Szenarios auch mit dem Mythos konfrontiert und kämpfen schon bald um ihr Leben. „Untot auf dem Nil“ ist das stärkere der beiden Szenarien, lässt den Spielern viel Handlungsspielraum und sprudelt vor interessanten NSC nur so über. Selbst wer es nur als Ideenfundgrube für seine eigene Nilschifffahrt nutzen möchte, wird hier sicherlich fündig. Empfehlenswert.

„Ägypten – Altes Land der Pharaonen“ ist optisch identisch zu übrigen PDF-Veröffentlichungen gestaltet und damit im Layout der dritten Edition gehalten. Das Dokument ist wirklich reich bebildert, die Seiten wie die eines altertümlichen Folianten aufgemacht. Insgesamt möchte ich das Layout als ansprechend und hübsch bewerten; es neigt aber dazu, manchmal etwas überladen zu wirken.

Ein paar Worte möchte ich noch zu der zweiten PDF, dem Reiseführer verlieren: dieser ist eine wirklich hervorragende Idee, um auch den Spieler alle nötigen Informationen für die nächste Ägyptenreise zukommen zu lassen. Optisch sehr schlicht gehalten, ist die gegebene Informationsfülle für die Spieler völlig ausreichend und erspart dem Spielleiter lange Erklärungen. Vorbildlich!

Fazit: „Ägypten – Altes Land der Pharaonen“ ist wirklich ein tolles Werk geworden. Manch einer mag von der Detailfülle abgeschreckt sein, doch das Buch sprudelt nur so über vor Ideen. Man merkt dem Band auf jeder Seite an, mit welcher Liebe zum Detail er von den Autoren verfasst wurde. Die Szenarien sind brauchbar, das Layout gewohnt gut. Wer plant, seinen Spielern einen längeren Aufenthalt in Ägypten zu gewähren, kommt um diesen Band schlicht nicht herum. Für alle anderen mag der hohe Preis der PDF als Abschreckung dienen – inhaltlich ist für jeden sicher etwas Interessantes dabei.

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[5 of 5 Stars!]
H.P. Lovecrafts Cthulhu - Ägypten – Altes Land der Pharaonen
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H.P. Lovecrafts Cthulhu – Die Nacht der Phantome
Publisher: Pegasus Press
by Customer Name Withheld [Verified Purchaser]
Date Added: 11/20/2012 08:10:43
Der Autor des Szenarios, Mirko Bader, hat bereits für „Kreuzzüge – Ritter im Heiligen Land“ seine Kreativität unter Beweis gestellt und die Kurzkampagne „Das Heer der Verfluchten“ beigesteuert. Er bewegt sich also nicht auf unbekanntem Terrain, wenn er den geneigten Leser mit auf eine Reise ins finstere Mittelalter nimmt.

In dem Abenteuer finden sich die Charaktere als Reisegruppe unterwegs durch den finsteren Taunus wieder. Es ist kühler November und so sind sie erst erfreut, auf ein heimelig anmutendes Dorf zu treffen. Doch scheinbar sind finstere Dinge geschehen, das Dorf ist menschenleer, die Nacht erfüllt von grausigen Geräuschen. Die Gruppe folgt einigen Mönchen zu einem abgelegenen Kloster, doch ohne es zu ahnen, bringen sie das Unheil in die heiligen Mauern. In der folgenden Nacht überstürzen sich die Ereignisse – können die Charaktere die eigene Haut und vielleicht auch ein paar unschuldige Seelen retten?

Der Autor umschifft an jeder Stelle gekonnt die Gefahr, in ein Fantasy-Szenario abzudriften; ein Umstand, der bei dem mittelalterlichen Hintergrund leicht passieren kann. Unheimliche Begebenheiten reihen sich an sehr weltliche und historisch authentische Szenen, bis im großen Finale alle Register gezogen werden. Zu keiner Zeit hat man das Gefühl, eben KEIN Horrorszenario auf dem Tisch zu haben, dafür ist das Szenario zu drastisch, zu düster, zu verdorben. Neben einem für Cthulhu-Abenteuer typischen Recherche-Teil ist auch für handfeste Action gesorgt worden. Zahlreiche interessante Nichtspieler-Charaktere laden zur Interaktion ein, so dass wohl für jede Spielgruppe etwas Passendes dabei ist.

Wie für Cthulhu-Publikationen üblich, ist dem Szenario eine kurze Handlungsübersicht vorangestellt, während alle spielrelevanten Daten in einem Anhang zusammengefasst sind. Dieses Muster hat sich bewährt und bietet dem Spielleiter gute Arbeitsbedingungen bei der Vorbereitung und Leitung des Szenarios. Ein Spieltestbericht rundet das Szenario ab und gibt Aufschluss über mögliche Verhaltensweisen von Spielern.

Werfen wir einen kurzen Blick auf die technische Qualität: die grafische Aufmachung des 29-seitigen PDFs entspricht dem mit der 3. Edition eingeführten Design der Printpublikationen und ist damit sehr schön ausgefallen. Mittelalterlich authentische Bilder geben einen stimmungsvollen Einblick in das Geschehen, das gesamte Layout erinnert an einen alten Folianten. Als Handout wurde dem Szenario eine schön gemachte Ansicht des Klosters spendiert, die den Spielern die Erkundungsgänge in selbigem visualisiert. Insgesamt erhält das Layout von mir eine gute Note, auch wenn es streckenweise schon etwas überladen wirkt.

Fazit: Man mag es den obigen Beschreibungen vielleicht schon entnommen haben: ich finde das Szenario „Die Nacht der Phantome“ richtig gut. Nicht nur erhält man ein angenehm gruseliges Abenteuer mit viel Interaktion und einer gehörigen Portion Action. Die Beschreibung des Klosters Eschenburg mit seinen geistlichen und weltlichen Bewohnern ist dabei auch universell genug gehalten, um es in eigenen Szenarien einsetzen zu können. Die mitgelieferten Pläne erhöhen den Nutzen nur noch weiterhin. Wer ein gutes, mittelalterliches Cthulhu-Szenario sucht, welches sich auch problemlos (durch den Einstieg als Reisegruppe) in eine laufende Kampagne integrieren lässt, wird hier sicherlich fündig.

Rating:
[5 of 5 Stars!]
H.P. Lovecrafts Cthulhu – Die Nacht der Phantome
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Achtung! Cthulhu - Forest of Fear 1
Publisher: Modiphius
by Customer Name Withheld [Verified Purchaser]
Date Added: 10/11/2012 15:53:31
- grafisch zumindest interessant gemacht
- inhaltlich leider eher auf dem Niveau von "Vietnam '67" - zu wenig Cthulhu, zu viel "Bla"

Rating:
[3 of 5 Stars!]
Achtung! Cthulhu - Forest of Fear 1
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H.P. Lovecrafts Cthulhu - China - Cthulhu im Reich der Mitte
Publisher: Pegasus Press
by Customer Name Withheld [Verified Purchaser]
Date Added: 09/13/2012 23:20:13
„China – Cthulhu im Reich der Mitte“ wäre in früheren Jahren wohl als Sonderband in der Reihe „Cthuloide Welten Bibliothek“ aufgehoben gewesen. Es gehört zu den Vorteilen des neu erschlossenen Mediums PDF, dass der Spielerschaft weiterhin Zusatzmaterial neben den Hardcover-Publikationen angeboten werden kann. Der Autor Stefan Franck hat es sich zur Aufgabe gemacht, das riesige chinesische Reich für „Cthulhu“-Spielleiter und -Spieler zu erschließen.

„China“ beginnt mit einem ausführlichen Regionalia-Artikel im Stil der „Cthuloide Welten“. Einem knappen Abriss über die Jahrtausende währende Geschichte des Landes folgt die Beschreibung der politischen Situation in den 1920ern. Kolonialmächte und chinesische Republikaner prägen das Bild dieser Zeit, eine Mischung, die einigen Zündstoff verspricht. Die nächsten Seiten beschäftigen sich umfangreich mit Land und Leuten, dem Alltag der Chinesen und dem chinesischen Weltbild um Yin und Yan. Der Autor stellt wichtige Persönlichkeiten des Landes vor, und natürlich werden auch die wichtigsten Städte und Ortschaften Chinas kurz präsentiert. Außerdem wurde ein kurzes Kapitel den exotischen chinesischen Waffen gewidmet, von denen einige hier mit Spielwerten angeboten werden. Der gesamte Regionalia-Teil ist dabei eher nüchtern geschrieben, was es dem Spielleiter manchmal schwer machen kann, sich in die zu transportierende Stimmung zu versetzen.

Ein eigenes, umfangreiches Kapitel kümmert sich um den Mythos in China. Hier findet der interessierte Spielleiter eine fundierte Mischung aus Kulten, Monstrositäten und Geheimorganisationen, die er in seinen eigenen Szenarien einsetzen kann. Mitgeliefert werden zahlreiche Nichtspielercharaktere, unzählige Abenteuerideen sowie eine ganze Handvoll kurzer Szenario-Beschreibungen, die als Inspiration und Quelle für zahlreiche Spielabende im Reich der Mitte dienen können.

Die nächsten 50 Seiten nehmen dann zwei komplett ausgearbeitete Szenarien in Anspruch. Beide Szenarien sind nach dem für „Cthulhu“-Publikationen üblichen Schema aufgebaut: einem kurzen Überblick über das Geschehen folgt das eigentliche Szenario; Spielwerte und Handouts werden jeweils in einem separaten Anhang zusammengefasst. Diese Herangehensweise ist bewährt und erprobt und erleichtert das Vorbereiten und Leiten der Szenarien.

In „Das Erbe des Hyperboräers“ nehmen die Charaktere am Bau einer Eisenbahnlinie durch das chinesische Hinterland teil. Durch den Fund uralter Artefakte wird der Bau verzögert, sodass die Charaktere sich bald in Schwierigkeiten wiederfinden: Nicht nur weltliche Probleme durch fremdenfeindliche Einheimische tun sich auf, auch der Mythos hält unbarmherzig in die Handlung Einzug und muss aufgehalten werden. Auch in „Die weiße Schlange“ geht es vordergründig um den Hass auf die fremden „Westler“, fallen doch immer mehr Europäer einer geheimnisvollen Mordserie in Peking zum Opfer. Natürlich hat auch hier das Übernatürliche seine Finger im Spiel. Das Aufklären der Verbrechen erfordert eine Menge Detektivarbeit, während ein zweiter, hiermit verbundener Handlungsfaden ganz untypisch die Liebe in Spiel bringt …

Beiden Szenarien ist ein sehr komplexer Handlungsablauf und das Ineinandergreifen verschiedener Handlungsstränge gemein. Außerdem gehen sie gekonnt auf chinesische Bräuche und Gepflogenheiten ein und führen eine Vielzahl typisch chinesischer Nichtspielercharaktere ein. Damit erfordern sie einen hohen Vorbereitungsaufwand durch den Spielleiter; belohnt wird er dafür allerdings mit außergewöhnlichen Schauplätzen und unverbrauchten Szenarienideen, sodass sich der Aufwand durchaus lohnt.

„China – Cthulhu im Reich der Mitte“ ist optisch ähnlich wie die übrigen PDF-only-Veröffentlichungen gestaltet. Das Dokument ist reich bebildert, die Seiten wie die eines altertümlichen Folianten aufgemacht. Leider wird durch die zahlreichen Schnörkel und den grauen Hintergrund die Schrift manchmal etwas unleserlich. Insgesamt würde ich das Layout aber als ansprechend und hübsch bewerten. Besonders aufmerksam möchte ich auf die von Thorsten Kettermann wirklich schön gestalteten Karten machen, die durch ihre Ausschmückungen wunderbar chinesisches Flair transportieren.

Fazit: „China – Cthulhu im Reich der Mitte“ ist sicherlich eine lohnenswerte Anschaffung. Der Regionalia-Teil ist mir etwas zu nüchtern geraten und die Szenarien erfordern eine Menge Vorbereitungszeit. Nichtsdestotrotz findet der interessierte Spielleiter hier eine wahre Fundgrube cthuloiden Wissens, um seinen Spielern einmal einen wirklich exotischen Schauplatz zu gönnen. Wer plant, Szenarien im Reich der Mitte anzusiedeln, kommt um dieses gut recherchierte und geschriebene PDF wohl nicht herum. Alle anderen könnten zumindest einmal einen Blick riskieren, ob sich ein Schauplatzwechsel nicht lohnen mag.

Rating:
[5 of 5 Stars!]
H.P. Lovecrafts Cthulhu - China - Cthulhu im Reich der Mitte
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H.P. Lovecrafts Cthulhu - Indien - Der Subkontinent in den 1890ern
Publisher: Pegasus Press
by Customer Name Withheld [Verified Purchaser]
Date Added: 08/27/2012 02:55:18
Das Quellenmaterial zu Indien in den 1890ern war – wie schon einige der „PDF-only“-Veröffentlichungen von Pegasus Press für das „Cthulhu“-Rollenspiel – ursprünglich für die leider eingestellte „Cthuloide Welten“ vorgesehen. Nun wird das von Stefan Droste geschriebene Material den Spielern auf andere Weise zugänglich gemacht. Es dient dabei zugleich auch als Appetit-Anreger für einen kompletten „Gaslicht“-Band, der zwischen den Zeilen schon das ein oder andere Mal vom Verlag angekündigt wurde.

Um es direkt vorweg zu nehmen: Der Titel des PDF ist etwas irreführend gewählt. Wer einen ausführlichen Regionalia-Artikel im Stile der „Cthuloide Welten“ erwartet, wird wohl etwas enttäuscht werden: Zwar beschäftigen sich einige der insgesamt 15 Seiten mit Land und Leuten, allerdings liegt der Schwerpunkt des Materials auf der englischen Kolonialherrschaft in den 1890ern. Die wird allerdings umfassend behandelt: Da geht es um die Geschichte der Kolonie oder auch um die Motivation der englischen Gentleman in Indien. Ein ausführliches Kapitel widmet sich dann auch englischen Spielercharakteren in Indien; hier werden zahlreiche Vorschläge für mögliche Berufe gemacht.

Wiederum einige Seiten beschäftigen sich mit dem Mythos in Indien. Hier erfährt der interessierte Spielleiter, welche Kreaturen und Gottheiten in der fernen Kolonie wohl anzutreffen sind. Dabei trifft man hauptsächlich auf alte Bekannte unter neuem Namen. Auch an typische Mythosbücher, die wohl in Indien zu finden sein könnten, wurde bei der Behandlung des Mythos gedacht. In diesem Kapitel ergeben sich schon alleine durch die Beschreibungen der Kreaturen und Artefakte einige Szenario-Ideen.

Zu guter Letzt findet sich noch eine Seite mit Hinweisen auf weiterführendes Quellenmaterial zu Indien. Wer eigene Abenteuer in diesem Land inszenieren möchte, kommt wohl auch nicht um eigene, weiterführende Recherche herum. Wie oben bereits angeführt, sind gerade die Regions-Beschreibungen in dem vorliegenden PDF sehr knapp gehalten.

„Indien“ reiht sich optisch nahtlos in die übrigen PDF-only-Veröffentlichungen ein. Das Dokument ist reich bebildert; die dabei verwendeten Photographien versprühen genau den Hauch von Exotik, den es für ein so fernes Land zu erzeugen gilt. Insgesamt kann man die grafische Aufmachung wohl wieder mit einer guten Note versehen. Was ich ehrlich gesagt ein wenig übertrieben finde, ist das mitgelieferte elektronische Inhaltsverzeichnis: Man muss nicht jede kleine Zwischenüberschrift bei einem Artikel, der wohl nicht für den direkten Einsatz am Spieltisch in Frage kommt, in das Verzeichnis mit aufnehmen. So wird es fast schon komplizierter, die gewünschte Information rasch herauszusuchen, was natürlich dem Zwecke dieses Inhaltsverzeichnis zuwider läuft.

Fazit: „Indien – Der Subkontinent in den 1890ern“ ist wirklich gut – wenn man mit der richtigen Erwartungshaltung an den Text herangeht. Für eine Regionsbeschreibung ist er schlicht und einfach zu kurz, gerade der Teil über Land und Leute bietet viel zu wenig. Wer aber nach Informationen über englische Charaktere in der fernen Kolonie sucht, der wird hier in völlig ausreichendem Maße fündig. Insofern gibt es eine gute Note – allerdings ist das Thema damit auch schon so speziell, dass es wohl von selbst den einen oder anderen Käufer ausschließt.

Rating:
[5 of 5 Stars!]
H.P. Lovecrafts Cthulhu - Indien - Der Subkontinent in den 1890ern
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H.P. Lovecrafts Cthulhu Now - Die Geheiligte Flamme von Bubastis
Publisher: Pegasus Press
by Customer Name Withheld [Verified Purchaser]
Date Added: 08/14/2012 07:03:51
Die vorliegende Kultbeschreibung stammt von dem amerikanischen Autoren Dan Harms und wurde ursprünglich für eine Verwendung in dem Pegasus-Hausmagazin „Cthuloide Welten“ übersetzt. Da die „Cthuloide Welten“ mit dem Weggang des ehemaligen Chefredakteurs Frank Heller eingestellt wurde, das Material aber als zu gut empfunden wurde, um es einfach dem Vergessen anheim zu geben, wählt der Verlag nun den Weg der PDF-Veröffentlichung. Die Kultbeschreibung konzentriert sich auf die Gegenwart, enthält aber einen umfangreichen Geschichtsabriss, der die Verwendung der Geheiligten Flamme auch in anderen Epochen erlauben soll.

Auf insgesamt 12 Seiten – von denen eine auf eine großformatige Karte eines Kult-Tempels entfällt – werden zahlreiche Facetten der Geheiligten Flamme von Bubastis vorgestellt. Neben der bereits oben erwähnten ausführlichen Geschichte des Kultes finden sich Spielwerte und Beschreibungen für die wichtigsten Personen innerhalb des Kultes, heilige Schriften, neue Zauber und nicht zuletzt eine Beschreibung des wichtigsten Tempels der Geheiligten Flamme. Insofern erhält der Spielleiter ein rundes Paket voller Ideen, sodass er aus dem Vollen schöpfen kann. Nicht mitgeliefert werden allerdings direkte Szenario-Ideen (außer einem einzelnen losen Handlungsfaden aus dem Geschichtskapitel), sodass hier noch eine Menge Arbeit auf den Spielleiter zukommen kann.

Der vorgestellte Kult ist dabei durchaus als interessant zu bewerten, weicht er doch deutlich von den üblichen „Kultisten der Woche“ ab. Nicht nur haben sich die Mitglieder der Anbetung der ägyptischen Gottheit Bast verschrieben (und könnten damit potenziell als Gegner oder auch Verbündete der Spieler auftreten); auch der Deckmantel und die Organisationsstruktur des Kultes sind zumindest ungewöhnlich.

Da es sich um eine der ersten „PDF-only“-Veröffentlichung der „Cthulhu“-Spielelinie handelt, macht es sicher Sinn einen kurzen Blick auf die technische Qualität zu werfen. Die grafische Aufmachung des 12-seitigen PDFs entspricht dem mit der 3. Edition eingeführten Design der Printpublikationen und ist damit sehr schön ausgefallen. Weniger gefallen haben mir die gewählten Illustrationen; insbesondere das (für „Cthulhu Now“ typisch) gezeichnete Portrait der Kultführerin erinnert doch deutlich an Ozzy Osbourne. Das neue digitale Medium PDF wurde mit zahlreichen Lesezeichen, die das spätere Auffinden wichtiger Informationen erleichtern, ausreichend genutzt.

Fazit: Wer einmal einen ungewöhnlichen Kult sucht, der auf verschiedenste Arten eingesetzt werden kann, ist hier mit Sicherheit an der richtigen Adresse. Auch wer für seine eigene Kampagne weiterführende Informationen zu der Göttin Bast sucht, wird hier sicherlich fündig. Alleine die neuen Mythostexte und Zaubersprüche rechtfertigen in diesem Fall den Kauf. Für alle Anderen ist diese sehr spezielle PDF letztendlich unnötig.

Rating:
[4 of 5 Stars!]
H.P. Lovecrafts Cthulhu Now - Die Geheiligte Flamme von Bubastis
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H.P. Lovecrafts Cthulhu - Nachtexpress
Publisher: Pegasus Press
by Customer Name Withheld [Verified Purchaser]
Date Added: 07/02/2012 13:20:50
Das vorliegende Szenario wurde jahrelang vom Cthulhu-Supportteam verwendet, um Anfängern das Cthulhu-Rollenspiel näher zu bringen. Es eignet sich in der vorliegenden Form sowohl als kurzes Interludium für eine laufende Kampagne, kann aber auch als eigenständiger One Shot gespielt werden. Dabei ist es kurz genug, um auf einer Convention „zwischendurch“ gespielt zu werden, bietet aber dank verhältnismäßig vielen Nichtspielercharakteren die Möglichkeit zu genügend Interaktion, um auch einen Spieleabend füllen zu können.

In dem Abenteuer nehmen die Charaktere an einer nächtlichen Zugfahrt in den luxuriösen Schlafwaggons der Reichsbahn teil. Leider haben sich unter die anderen Fahrgäste auch Zeitgenossen gemischt, deren Motivationen nicht nur den Schlaf der übrigen Mitreisenden erheblich stören werden, sondern auch den gesamten Zug ins Verderben stürzen können. Das Szenario spielt im Verlaufe einer einzigen Nacht und ist durch den eingeschränkten Schauplatz und der einfachen Möglichkeit, Charaktere zusammenzuführen für eine Einsteigergruppe sehr gut geeignet. Auch richten sich zahlreiche Hinweiskästen mit möglichen Abläufen der einzelnen Szenen deutlich an den unerfahrenen Spielleiter.

Wie für Cthulhu-Publikationen üblich, ist dem Abenteuer ein Vorwort und eine Handlungsübersicht vorangestellt, während alle spielrelevanten Daten in einem Anhang zusammengefasst sind. Dieses Muster ist bewährt und bietet dem Spielleiter gute Arbeitsbedingungen bei der Vorbereitung und Leitung des Szenarios.

Da es sich um die erste „PDF-only“-Veröffentlichung der Cthulhu-Spielelinie handelt, macht es sicher Sinn einen kurzen Blick auf die technische Qualität zu werfen. Die grafische Aufmachung des 18-seitigen PDFs entspricht dem mit der 3. Edition eingeführten Design der Printpublikationen und ist damit sehr schön ausgefallen. Zahlreiche Photographien zieren die Seiten, das gesamte Layout erinnert an einen alten Folianten. „Der Nachtexpress“ reiht sich damit nahtlos in die optisch hochwertigen Veröffentlichungen der Cthulhu-Linie ein. Das neue digitale Medium PDF wurde mit zahlreichen Lesezeichen, die das spätere Auffinden wichtiger Informationen während des Abenteuers ausreichend genutzt. Einziges Manko auf technischer Seite stellen die ungewöhnlich vielen Rechtschreibfehler dar; selbst für den Namen eines wichtigen Nichtspielercharakters werden konsequent zwei verschiedene Schreibweisen verwendet.

Fazit: Aufmachung und Aufbau des Szenarios sind als sehr gut zu bewerten. Wer unbedingt ein Einsteigerabenteuer abseits von „Nachts im Schwarzwald“ aus „Cthulhu für Einsteiger“ sucht, wird mit dem vorliegenden Szenario sicherlich fündig. Für Einsteiger sowohl unter den Spielleitern als auch Spielern eignet sich „Der Nachtexpress“ hervorragend. Der hohe Preis von $6,27 sowie die wahrscheinlich kurze Spieldauer des Szenarios verhindern allerdings eine uneingeschränkte Kaufempfehlung.

Rating:
[4 of 5 Stars!]
H.P. Lovecrafts Cthulhu - Nachtexpress
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